Review, geschrieben von Simone.
Vielen Dank Simone!
Den Prolog und die ersten Beiden Kapitel habe ich gelesen.
Was jedem Fanfictionleser sofort ins Auge stechen wird ist dein Schreibstil. Er
ist nicht ganz so, wie sag ich das am besten „modern“ wie die üblichen
Geschichten.
Das bringt dieser Story aber keines Wegs einen Abbruch im Gegenteil, zur
Erzählung und Gestaltung passt es sehr gut und es ist mal eine Abwechslung.
Mit einigen Wortstellungen kann man allerdings doch leichte Probleme bekommen,
hier ein Beispiel aus dem Prolog um das zu verdeutlichen:
Jeder der Dorfbewohner hatte sich an DIESEM MORGEN ENGETROFFEN um Dithlit zu
verabschieden und ihm alles Gute zu wünschen.
Die großgeschriebene stelle ist auf die Erste Lesung hin etwas unverständlich
und ich persönlich würde es doch durch eine etwas Zeitgemäßere Schreibweise,
wie „hatten sich am Morgen versammelt, um.....“ aber das ist ja deine
Entscheidung, immerhin bist du die Autorin.
Sehr loben muss ich dich für die Namen, die sind etwas total neues und wecken
von vorn herein Interesse!
An der Geschichte merkt man auch das du wohl viel aus dem Fantasy Bereich
ließt, teile der Geschichte wie z.B. der Waldalb erinnern an Tolkiens Der Herr
der Ringe!
Das kann Zufall oder Absicht sein, was du beabsichtigt hast würde ich nicht
preisgeben, Ideen und Inspirationen bekommt jeder anders.
Auch schön finde ich die relativ kurzen Abschnitte der Geschichte, so kann man
leicht Pausen einlegen oder noch mal teile wiederholen, ein Nachteil entsteht
dadurch allerdings.
Ab und an, springt die Geschichte sehr schnell von einem zum nächsten Punkt so das
man wirklich zwei mal lesen muss um zu verstehen was gerade geschehen ist. Das
man in Geschichten nicht ewig um den heißen Brei herum reden soll, ist auch
meine Meinung aber gerade bei solchen Geschichten die den Leser in eine völlig
neue Welt entführen, mit so vielen neuen Charakteren und Namen, wären detaillierte
Beschreibungen, der Gefühle, oder der Landschaft völlig in Ordnung. Man muss
nicht ewig lang eine Sache beschreiben (man denken nur an die riesen
Beschreibung Tolkiens über die Hobbits und das Auenland), aber je mehr man
weiß, desto mehr kann man den Charakteren Folgen. Einfache Fanfics sind darin
sehr einfach zu Handhaben, man kann dort davon ausgehen, das jeder der die
liest die Figuren und deren Hintergründe kennt, aber bei solchen Projekten wie
deinen erleben die Leser etwas neues und das ist auch dein Vorteil, du kannst
mit deinen Charakteren machen was du willst und das machst du mit Dithlit sehr
deutlich. Die Figur ist jemand die jeder verstehen kann, er ist neugierig und
will mehr vom Leben, wer kennt das nicht. Das selbe gilt für Charaktere
wie Paya!
Deine Geschichte verbindet sehr viele Elemente der Fantasy, Fiktion und
Geschichte miteinander und hat in meinen Augen viel Potential.
Review Kapitel 3-6
So nun habe ich mir auch den Rest der Geschichte durchgelesen und ich bin nicht enttäuscht worden.
Wer es durch den Prolog und die ersten Beiden Kapitel geschafft hat, der sollte jetzt unter keinen Umständen aufhören.
Die Geschichte bietet nämlich weiterhin einen mehr als interessanten Schreibstil und entführt an neue Orte der Fantasy.
Da du sagtest du kennst Herr der Ringe nur vom Film her, dann muss ich sagen, dass du eindeutig Talent in Tolkiens Richtung hast J
Abwechslungsreiche wird der Schreibstil durch Sätze wie: „Masamune hing über einem kleinen Kamin in Makis Häuschen“
das kling einfach zu süß und entlockt wohl jedem Leser ein schmunzeln.
Wieder begegnet man neuen interessanten Figuren, so z.B. Kiyoshi, König des Himmels!
Das du dich für Mythologie interessierst merkt man deutlich im Kapitel über Pandoras Box, es ist toll wie du diese Sage ausgenutzt und dir zu eigen gemacht hast, solche Adaptionen liest man sehr gerne.
Auf die Handlungsfäden der Charaktere ziehen sich kontinuierlich weiter und es ist faszinierend zu lesen, wohin sie gehen, was sie lernen und wen sie treffen. Es ist nicht einfach in Geschichten immer einen Strang beizubehalten, aber dieses Problem hast du gut gemeistert.
Ich habe auch zum ersten mal in den gesamten Kapiteln ein paar winzige Rechtschreibfehler gefunden, aber die sind so minimal, das sie nicht stören (ich habs sie ja auch nur per Zufall gesehen). Am besten man achtet auch sowas nicht, der Geschichte schaden sie auf keinen Fall! Und ich sage beim schreiben gerne: Wenn ihr Fehler findet dann könnt ihr sie behalten J
Im Part mit dem Labor und Dr. Neils wird die Geschichte weiter mysteriös, aber auch sehr spannend. Die punkte will ich jetzt nicht aufzählen, weil man sowas als Spoiler sehen könnte und wer wirklich Interesse an der Geschichte hat muss das beste ja nicht vorher erfahren J
Zum Ende hin ist, wie du es mir bereits erzählt hast deine Geschichte etwas von DBZ inspiriert worden und Maki Masamune gerät wirklich ein wenig in den Hintergrund, aber die neu aufgetreten Personen führen den Handlungsbogen ebenso gut weiter.
Alles in allem muss man sagen, auch wenn der Schreibstill zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist, für Fans von Herr der Ringe oder überhaupt für Personen die gerne Geschichten aus dem Bereich der Fantasy lesen ist die Geschichte genau geeignet.
Ich kann nur sagen: Lest sie einfach selbst, es lohnt sich!