Maki Masamune
Eine aussterbende Rasse
Seit nun bald zwei Jahren, war Maki im Reich der Götter. Ein großer Zauberer unter den Göttern, die vor langer Zeit auf der Erde herrschten, hatte sich daran versucht, die unglaublichen Kräfte zu wecken, die in Maki schliefen. Jene Magie, die dem Taurier einst, fast das Leben kostete, als er sie herausforderte.
Nach dieser langen Zeit des Trainings, kehrte Maki, auf dem Rücken des Drachenkönigs, Abertausende Kilometer, zurück in unsere Dimension. Bahamut landete auf der Plattform des Palastes und Maki sprang ab. Kiyoshi hatte sie kommen gesehen und eilte ihnen freudig entgegen. Kiyoshi war verblüfft, als er vor Maki stand. Groß war er geworden, größer als er. Und was für eine Magie er ausstrahlte. „Du hast es also tatsächlich geschafft. Du bist jetzt im Besitz all deiner Fähigkeiten, Ja?“ Freute sich Kiyoshi. Maki nickte lächelnd. „Ich kann es selbst kaum glauben.“ Maki kratzte sich verwundert am Kopf. „Sag mal, bist du geschrumpft?“
Maki kehrte in sein Dorf zurück und die Sphinxen feierten seine Heimkehr. Sie hatten nie vergessen, daß Maki sie einst von der Dämonenprinzessin befreite. Er war ihr Held und sie liebten ihn.
Paya fiel ihm mit Freudentränen um den Hals, als er sie am nächsten Tag besuchte. Sie hielt ihre Hände auf seine Schultern und betrachtete ihn. „Ich könnte mich fast in dich verlieben.“ Meinte sie. „Aus dir ist ein richtig hübscher junger Mann geworden.“ „Danke.“ Antwortete Maki verlegen. Paya umarmte ihn nochmals innig. „Ich hätte nie gedacht, daß ich dich so vermissen könnte.“ Weinte sie.
In diesem Moment, hörten sie aufgeregte Stimmen von der Straße. Die Beiden sahen nach und stellten fest, daß die Leute vor Payas Haus alle gen Himmel sahen. „Das ist ja unglaublich!“ „Das gibt es doch nicht!“ „Ob das ein UFO ist?!“ Riefen die Leute. Am Himmel flog etwas, das aussah wie ein großes Motorboot. Es glänzte Silbern und hatte Düsen am Heck und an der Unterseite. Maki hatte dieses Ding schon einmal gesehen. Sagittarius hatte mit ihm darin gesessen. Auch Paya kamen die Erinnerungen. „Ob Sagittarius uns besuchen kommt?“ Fragte sie.
Das Flugobjekt schlingerte etwas und kam immer schneller auf die Stadt zugebraust. Es schien beschädigt zu sein und war dabei, abzustürzen. Es fing an zu rauchen. Die Leute auf der Straße rannten panisch in alle Richtungen denn es stürzte direkt auf sie zu. Maki zog Paya mit sich auf die andere Straßenseite, als das Flugobjekt in Payas Elternhaus raste. Das halbe Haus stürzte ein und das kleine Raumschiff bohrte eine Schneise durch ihren Garten, bis es schließlich liegenblieb. „Was ist mit deinen Eltern!“ Rief Maki entsetzt. „Sie sind auf der Arbeit!“
Maki und Paya betraten den Garten und sahen daß die Besatzung hinausgeschleudert wurde. Es waren drei kräftige Männer mit Fell an den Armen. Zwei hatten schwarzes und einer Kastanienrotes. „Wenn das kein Zufall ist.“ Meinte Maki, als er Sagittarius erkannte. Da die Taurier hart im nehmen waren, waren die beiden anderen Männer kaum verletzt, nur Sagittarius selbst hatte es schwerer getroffen. Es sah aus als währe er als erster durch die Frontscheibe geflogen. Das Glas hatte ihm das Fleisch zerschnitten und er war bewußtlos. Paya und Maki brachten ihn in die noch heile Hälfte des Hauses, in ein Zimmer, auf ein Bett. Wer weiß was passieren würde, wenn sie dieses Wesen in ein Krankenhaus bringen würden und wie würde er reagieren. Als sie zurück in den Garten kamen um nach den anderen Verletzten zu sehen, waren diese verschwunden. Vielleicht suchten sie nach Sagittarius?
Paya machte sich gut darin, die Wunden des Tauriers zu versorgen. Als ihre Eltern am Abend zurück waren, waren sie zuerst entsetzt über die Verwüstung ihres Heimes, aber Mr. Tame steckte es ganz gut weg. „Wohnen wir eben solange woanders, bis alles wieder aufgebaut ist.“ Meinte er. Payas Eltern waren reich und es machte ihnen wohl deshalb nichts aus.
Paya hielt Sagittarius in dem Zimmer versteckt und ließ es niemanden wissen.
Am nächsten Tag kam Sagittarius zu sich. Paya war die ganze Nacht allein, bei ihm geblieben. Sie mußte ein paar mal seine Verbände wechseln. Er hatte sehr viel Blut verloren. „Sie haben uns ausgerottet… Wir müssen unsere Rasse retten.“ Stammelte er. Er versuchte aufzustehen, doch Paya hielt ihn ab. „Wer rottet euch aus?“ Wollte sie wissen. „Sie verfolgten uns, doch wir konnten entkommen.“ „Wer denn nur?“ „Die Ogre… Der Planet Taurus ist explodiert… Sie haben es getan.“ Stöhnte Sagittarius. Paya bekam es langsam mit der Angst. „Wissen die etwa, wo ihr seid. Machen die das auch mit uns?“ Sagittarius grinste jetzt. „Keine Sorge… Sie sind auch fast alle tot… Meine… Meine Brüder und ich haben gegen sie gekämpft und… und wir hatten sie beinahe besiegt.“ „Deine Brüder sagst du? Meinst du die beiden, die gestern bei dir waren?“ „Ganz recht… der rothaarige ist Vermilion (Zinnoberrot) und der andere mein Zwillingsbruder… Sephiroth (Baum des Lebens aus der Kabbala). Sie wollen unsere Rasse retten… deshalb sind wir hierher gekommen.“ „Ihr könnt hier nicht bleiben. Wenn man euch entdeckt, wird man euch einsperren. Ihr seid Außerirdische.“ Sagittarius lachte: „Glaubst du, wir haben Angst vor euch.“ Paya war verwirrt. Was meinte er nur mit, seine Rasse retten? Aber als sie ihn darüber ausfragen wollte, weigerte er sich, darüber zu sprächen. Sagittarius packte ihren Arm und sagte mit einem Grinsen: „Eure Rasse ist unserer sehr ähnlich.“ Paya verstand seine Worte nicht und riß sich los.
Als Sagittarius am Morgen schlief, begab sich Paya zu Makis Haus, in sein Dorf, im Wald. „Und, hast du die anderen beiden schon gefunden?“ Fragte sie ihn an der Tür. Maki gähnte lange und laut und sah sie mit kleinen Augen an. „Ich hab dich was gefragt du Schnarchnase.“ „Meinst du die Taurier? ...Nein, hab ich nicht.“ Paya ging mit ihm ins Haus. Sie sah einen reich gedeckten Tisch und wunderte sich darüber. „Ich frag mich wo du das schon wieder alles her hast. Bewirtet Kiyoshi dich?“ „Ich bin halt schon fleißig gewesen. Ich bin heute Morgen schon ernten und jagen gewesen.“ Maki lud sie ein und sie aßen was sie konnten. Maki war ein guter Koch, aber es war viel zu viel. Paya entdeckte einen Fernseher auf einer Kommode. „Du hast einen Fernseher?“ „Hat dein Vater mir geschenkt, aber ich weiß nicht wie er funktioniert.“ Paya schaltete ihn ein. „Oh gut, Nachrichten. Vielleicht hat schon jemand anderes die beiden gesehen.“ Im Fernsehen lief ein Bericht über das verschwinden, fünfer Mädchen. Alle an diesem Morgen und sie waren alle Sphinx. Noch ein Zufall war, sie stammten alle aus Anaami-City. Paya bekam einen Schrecken. Sie erinnerte sich daran, was Sagittarius ihr gesagt hatte. „Maki!“ Piepste sie. „Die Taurier. Sie wollen sich Reproduzieren!“ Paya brauchte lange, um Maki das zu erklären.
Schnellstens gingen sie zu Payas zerstörtes Haus, um Sagittarius zur Rede zu stellen. Sie erwischten ihn dabei, wie er das Haus verließ und durch den Garten, zum Raumschiff humpelte. Die beiden eilten hin und hielten ihn auf. „Sagitta, du bist verletzt. Was machst du nur hier?“ Sorgte sich Paya. Sagittarius stieß sie von sich und knurrte: „Mit mir ist alles in Ordnung. Ich werde es schon aushalten!“ „Aber...“ Sagittarius ging noch ein Stück weiter, bis er schließlich zusammenbrach. Maki und Paya halfen ihm zurück aufs Bett. „Last mich doch einfach gehen. Ihr seid mir doch auch völlig gleichgültig.“ Protestierte er und Paya fauchte ihn an: „Wir sind aber nicht solche Arschlöcher!“ Maki nahm sie bei Seite, bevor sie sich noch mehr aufregte und setzte sich zu Sagittarius ans Bett. „Es ist etwas passiert und ich möchte von dir eine ehrliche Antwort. Habt ihr vor, es mit den Sphinxmädchen zu treiben?“ Paya räusperte sich: „Fortpflanzen, er meint fortpflanzen.“ Wieder grinste Sagittarius. „Es ist sowieso schon zu spät. Was schätzt ihr, wieviel Samen schon empfangen wurden?“ „Das ist so abartig!!“ Paya wollte sich wutentbrannt auf ihn stürzen, um ihn zu würgen, doch Maki hielt sie fest, daß sie nur zappeln und schreien konnte. „Wie stellt ihr euch das vor! So etwas nennt man Inzucht und Vergewaltigung!“ Keifte sie. Maki brachte sie in ein anderes Zimmer und erklärte ihr, daß er die Mädchen retten wolle, nur müsse er von Sagittarius in Erfahrung bringen, wo man sie hinverschleppt hatte.
Maki kam alleine zurück an Sagittarius Bett. „Bald haben wir eine ganze Taurische Armee gezüchtet und dann erobern wir eine neue Heimat. Die Erde gefällt mir schon ganz gut.“ Erzählte dieser weiter. Er ist ein ziemliches Plappermaul, dachte Maki bei sich. Sagittarius schien sich ziemlich sicher zu fühlen. Maki fragte: „Aber dauert es nicht viel zu lange bist die Taurier- Sphinx Kinder ausgewachsen sind?“ „Nicht wenn wir der Natur etwas nachhelfen. Dann dauert es höchstens ein Jahr.“ „Wie soll das gehen?“ Grinsend sprach der verletzte Taurier weiter: „Wie gut für mich daß ich Prinz vom Orion war. Dein freund Kiyoshi hat mir und diesem Diemether nämlich sein Reich, die Erde gezeigt. Dabei war mir aufgefallen, welch geniale Wissenschaftler unter euch sind. Keiner von euch Erdlingen weiß wie genial sie wirklich sind. Einer zum Beispiel, ein gewisser Dr. Neils, war kurz davor eine Armee von Supermenschen zu schaffen, welche die Welt erobern sollten. Meine Brüder haben ihn gewiß getötet und benutzen nun seine Wachstumstanks.“ „Supermenschen?“ „Pah, so war es geplant, aber aus euch Menschen war einfach nicht genug an Kraft heraus zu züchten. Sie waren völlig überfordert und sind eingegangen.“ Maki wurde ganz schlecht. „Aber Sphinx sind ängstlich. Sie währen völlig ungeeignet.“ „Das ist kein Problem. Schwache Eigenschaften werden vom Taurischen Blut überdeckt. Am Ende bleibt kaum etwas von den Sphinx übrig.“
Mit einem wütenden Schweigen, wechselte Paya seine Verbände. Sagittarius nahm ihren Schwanz in die Hand und sah ihn nachdenklich an. „Ich wüste zu gerne, was unsere Kinder sein werden.“ Er drückte ihn etwas und Paya scheuerte ihm eine. „Faß mich nicht an!“ Fauchte sie.
Maki hatte nachgesehen ob im Raumschiff etwas über ihre Pläne zu finden war. Er hatte noch nie etwas von einem Dr. Neils gehört. Er nahm Paya und führte sie in den Garten um mit ihr unter vier Augen zu sprächen. „Sagittarius sagte die Mädchen sind bei einem Dr. Neils. Hast du den Namen schon mal gehört?“ „Gehört? Sicher, der war oft genug in der Zeitung und im Fernsehen. So viel ich weiß, ist er vor einigen Jahren untergetaucht. Niemand hat mehr etwas von ihm gehört. Warum interessiert dich das?“ Maki erzählte ihr, was Sagittarius ihm erzählt hatte. Paya hatte sogleich eine Idee. „Sagitta scheint es eilig zu haben, die Sprößlinge seiner Brüder zu sehen. Wir könnten uns verstecken und abwarten bis er erneut versucht zu ihnen zu gelangen. Wir könnten ihn einfach verfolgen.“ „Gute Idee Paya.“
So taten sie es. Als es dunkel wurde versteckten sie sich im Garten, in der Nähe des Schiffes. Wie erwartet floh Sagittarius, als er sich allein glaubte. Er war noch sichtlich angeschlagen, aber sein Wille war stärker. Er holte ein Paar private Sachen aus dem Schiff, welche er verkleinert, in seinen Gürtel steckte. Dann folgten Paya und Maki ihm. Er verließ die Stadt und begab sich durch die Wälder, bis hinauf in das Gebirge, in der Nähe. Sie verfolgten ihn geschlagene drei Stunden. Schließlich sahen sie, wie er vor eine glatte Felswand trat. Der Fels öffnete sich, nachdem Sagittarius einen Mechanismus betätigt hatte. „Die kennen sich hier besser aus als wir.“ Flüsterte Paya. Als Sagittarius hinter dem Felsen verschwunden war, machte sich Maki daran den Mechanismus heraus zu finden. Er entdeckte einen Knopf und drückte ihn. Leise fuhr die Wand nach oben. Vor ihnen lag ein dunkler Gang. Es schien eine natürliche Höhle zu sein. Am Ende des Gangs war ein gelbliches Licht zu sehen und Maki nahm Paya bei der Hand, um mit ihr hinein zu gehen. Sie näherten sich immer weiter dem Licht. Es kam aus einer Halle. Dort standen sieben hohe Glastanks, die wie ein Aquarium beleuchtet wurden. Paya und Maki sahen genauer in das schwach beleuchtete Wasser. Etwas schwamm darinnen. Ein Baby, ein Baby mit dunklem Fell an Armen und Beinen. Es hatte einen Schwanz und verhältnismäßig lange Haare. „Oh mein Gott, sie haben es wirklich getan, es hat einen Schwanz, wie eine Sphinx.“ Stammelte Paya entsetzt. Plötzlich hörten sie Sagittarius: „Sind sie nicht wunderschön? In einem Jahr sind es ausgewachsene Männer und Frauen und sie werden diesen Planeten erobern und besiedeln. Dr. Neils hat ein Erziehungsprogramm hinterlassen, das ihnen eingepflanzt werden kann. Sie sind perfekt.“ Er stand dicht hinter ihnen und mit ihm seine Brüder. Maki bemerkte, daß Paya zitterte und er drückte ihre Hand. Sagittarius legte seine Hände auf Payas Schultern und kam nah an ihr Gesicht. „Ich konnte bis jetzt noch keinen Nachkommen zeugen. Das sollten wir nachholen.“ Raunte er. „Was habt ihr mit den Mädchen gemacht? Wo sind sie?!“ Rief Maki. Vermilion und Sagittarius Zwillingsbruder, Sephiroth, lachten. Dann sagte Vermilion: „Sie sind tot.“ Mit einem Grinsen fügte Sephiroth hinzu: „Wir haben wohl ein wenig übertrieben.“ Sephiroth wies mit den Augen auf einen Käfig, neben einem der Tanks. Darinnen lagen sieben Sphinxmädchen. Blaue Druckstellen an ihren Hälsen, wiesen darauf hin, daß sie stranguliert wurden waren. „Ihr seid so abartig!“ Knurrte Maki. Sagittarius ließ von Paya ab und wandte sich an den vor Wut zitternden Maki: „Wie schön. Bekomme ich jetzt endlich meine Revanche?“ „Ja, komm nur her!!“ „Nicht doch hier. Denk an die Babies.“ Die drei Taurier gingen mit Maki vor die Höhle. Paya blieb drinnen, sie hatte Angst in einen Kampf verwickelt zu werden. „Du bist der einzige, der unserem Plan im Wege stehen könnte. Leider kann ich mir keine Niederlage leisten. Du verstehst, ich bin eine aussterbende Rasse. Deshalb verzichte ich nicht auf Hilfe!“ Mit diesen Worten erhob Sagittarius eine Hand und seine Brüder rasten auf ihn zu. Sie rammten ihre Fäuste in Makis Leib und er stürzte. Maki sprang wieder auf, doch sie ließen nicht ab. Das waren harte Schläge, die härtesten die er je zu spüren bekommen hatte. Während sie ihn schlugen, sah Maki, Sagittarius zufrieden grinsen und im Inneren der Höhle verschwinden. Er streckte die Hand nach Sagittarius aus, doch er konnte nichts machen.
Sagittarius fand Paya am Fuße eines Tanks, am Boden kauernd. Er zog sie hoch und drückte sie gegen die gewölbte, riesige Glasscheibe. „Du bist ein sehr mutiges Mädchen. Unser Kind wird sicher ein großer Krieger.“ „Nein, ich will nicht.“ Piepste Paya. Es half nichts. Sagittarius schlug sie zu Boden und sie blieb starr vor Angst liegen und sah zu ihm auf. Er öffnete seine Hose und kniete sich vor sie. „Sieh nur, wie hart ich bin.“ Sie sah es und sie dachte daran, daß sie ihn einst begehrte, jetzt haßte sie ihn. Als er unter ihren Rock faßte um ihr Höschen zu entfernen, kam tief aus Payas Brust ein Knurren, das einem Löwen glich. Sie schlug in sein Gesicht und riß es mit ihren Nägeln blutig. Sagittarius packte ihre Hand. „Du erregst mich unglaublich.“ Sagte er grinsend.
An einer Konsole im Labor, blinkte eine grüne Lampe und eine weibliche Stimme kam aus der Konsole: „Erziehungsprogramm für Ungeborene abgeschlossen, Vermittlung des Kriegsplanes eingeleitet.“ „Jetzt wird ihr Charakter geprägt.“ Freute sich Sagittarius. Die Anzeige blinkte erneut. „Übermittlung des Kriegsplanes abgeschlossen...“ „Was?“ Sagittarius horchte auf und die Stimme verkündete weiter: „Vermittlung des Kriegsplanes unvollständig, warte auf weitere eingaben. Ich wiederhole, Vermittlung...“ Sofort machte Sagittarius seine Hose wieder zu und zerrte Paya mit zur Konsole. „Verflucht Dr. Neils, ich denke ihr Programm war einwandfrei.“ Sagittarius ließ das Programm über einen Bildschirm ablaufen. Abertausende Codierte Zeilen ratterten über den Bildschirm, bis das Programm stehen blieb und Error meldete. „Da hat doch jemand dran rumgespielt.“ Knurrte Sagittarius. Er sah Paya an. Entweder war sie es oder seine Brüder. Aber warum sollten sie so etwas tun? „Wie hast du das zustande gebracht, Mädchen?“ Paya schluckte. Ja, sie war es, sie hatte versucht die Programme zu beenden und hatte dabei wohl einen Fehler verursacht. „Verdammte Scheiße!!“ Sagittarius schlug mit den Fäusten auf die Konsole, daß sie Funken sprühte. Dann packte er Payas Hals und würgte sie mit beiden Händen. Verzweifelt klammerte sie sich an seine kräftigen, mit Fell überzogenen Arme. Sie versuchte, ihn von sich zu drücken. „Ich sollte dich töten!“ Rief er. Er löste seinen Griff. „Aber ich bin noch immer so hart.“ Wieder machte er sich daran, seine Hose zu öffnen. Ein gleißendes Licht erfüllte den Raum. Etwas stieß Sagittarius in den Rücken und er fiel mit Paya zusammen auf den Boden. Sagittarius sah zum Höhlenausgang hinüber. Es war Maki. Er lebte und er hatte ihm eine kraftvolle Blitzsalve aus seinem Magie- Repartiere versetzt. Maki kam auf die beiden zu und Sagittarius starrte ihn ungläubig an. „Da staunst du, was? Deine zwei Brüder waren kein Match für mich. Und du sicher auch nicht!“ Sagittarius erhob sich. „Ich werde dich zermalmen!“ Rief er. Er stürmte brüllend auf Maki los. Kurz vor ihm, kreuzte er die Hände zum V des Taurus, um sich zu verwandeln. In diesem Moment sprang Maki auf ihn zu und berührte seine Hüfte, noch bevor er sich verwandeln konnte. Sagittarius blieb augenblicklich stehen und sah nach unten. Sein Körper war von der Taille abwärts, eingefroren. Er schrie vor Schmerzen und stützte sich an einem der Tanks, neben sich. Der Eiszauber war immer Makis Favorit gewesen, doch seit Sagittarius seinem Freund Herakles die vereisten Arme zerschmettert hatte, war es ihm nicht mehr so ganz geheuer. Das war einfach zu grausam. „Hilf mir!“ Stöhnte Sagittarius. „Wenn ich falle, zerbrächen meine Beine. Bitte!“ Maki sah ihn wütend an und sagte: “Erinnerst du dich an deinen Freund? Weißt du wie es ihm erging? Ich sollte dir nicht helfen.“ Sagittarius verlor langsam die Balance, er konnte sich nur schlecht an der Scheibe festhalten. „Nein bitte! Meine Beine!“ Maki sah Tränen in seinen Augen und wie er vor Schmerzen die Zähne zusammen biß. „Maki!“ Flehte Paya. „Ich kann das nicht mit an sehen!“ Sagittarius rutschte ab. Maki versetzte der Glasscheibe einen kräftigen Hieb und sie zerplatzte. Sagittarius fiel in die Welle des Warmen Wassers aus dem Tank und wurde sanft in die Mitte des Labors gespült. Maki ging zu Sagittarius hin, der sich laut klagend zusammenkauerte, als die Vereisung nachließ. Das Baby aus dem Tank, das neben ihm lag, schrie. Maki nahm es hoch und gab es Paya. „Paß gut auf ihn auf.“ Sie nahm das nackte kleine Baby in den Arm. Es sah so süß aus, obwohl es mit seinem Fell und Schwanz, einem Affen glich. „Du armes Ding.“ Sagte sie leise und drückte es. Es konnte doch nichts, für die grausamen Machenschaften der Taurier.
Sagittarius versuchte wieder aufzustehen. Seine Beine zitterten, aber es ging langsam wieder. „Glaub nicht, daß ich dir jetzt dankbar bin!“ Er tastete seinen Unterleib und seine Oberschenkel ab. Er war naß, kalt und völlig taub. Sagittarius biß verbittert die Zähne zusammen. „Das wirst du mir büßen!“ Ob er sich in dem Zustand noch verwandeln konnte? Er versuchte es. Er kreuzte die Hände und... es gelang. An seiner Stelle, erschien der mächtige schwarze Stier, mit silbernen Hörnern und einem goldenen V auf der Stirn. Er brüllte ohrenbetäubend und scharrte mit den Hufen. Sein Hinterleib zitterte und das Tier tänzelte um warm zu werden. „Verlaß das Labor!“ Rief Maki seiner Freundin zu. Paya hielt den kleinen Jungen fest im Arm und rannte durch den Höhlengang ins Freie. Es war bereits hell geworden und die aufgehende Sonne schien direkt in ihr Gesicht.
Der Stier, welcher so groß wie ein Nashorn war, kochte vor Wut. Er hatte schließlich jede Kälte abgeschüttelt, doch das Taube Gefühl war teilweise geblieben, das schürte seine Wut. Der Stier brauste los und Maki konnte nichts weiter tun als ihm auszuweichen. Mit seinem Schädel rammte das Tier zwei der Tanks und sie zerplatzten. Maki rannte im Kreis. Der Stier rammte drei weitere Tanks und schließlich auch den letzten. Maki mußte den Stier unbedingt hinaus locken, bevor er noch die Babys tottrat. Der Stier blieb stehen und während er Maki anstarrte, flammten zwischen seinen Hörnern Blitze auf. Sie bündelten sich und schossen dann mit voller Kraft auf Maki zu. Selbst als Stier konnte Sagittarius zaubern. Maki wich aus, doch schon kam der nächste Blitz. Er traf die Konsole und die Rechner des Labors und diese explodierten. Eines war sicher, der Plan zur Übernahme der Erde, war gescheitert. Der dritte Blitz erfaßte Maki und er schrie als die Energie durch seinen Körper drang. Als der Blitz vorüber war, wurde Maki gegen eine Wand geschleudert. Maki kam wieder hoch. Ich muß hier unbedingt raus, überlegte er. Er sah zum Höhlengang, er war gar nicht weit entfernt, er könnte es schaffen. Maki rannte los. Der Stier mit drohenden Hörnern dicht auf seinen Fersen. Was sollte Maki tun, wenn er draußen war? Darüber hatte er noch nicht nachgedacht. Er rannte so schnell es ging auf den Ausgang zu. Das Sonnenlicht blendete ihn, doch er lief unbeirrt weiter. Paya sah ihn hinausrennen. Er rannte direkt auf einen Abgrund zu und trug keine Pegasusfedern. Er wird abstürzen! Sie bekam einen riesigen Schrecken. „Maki!!“ Schrie sie. Mit dem Baby im Arm stürmte sie auf ihn zu. Sie mußte doch irgend etwas machen. Sie sah den Stier kommen, doch der war ihr egal. Sie rammte Maki von der Seite und sie stürzten am Abgrundrand zu Boden. Der Stier schoß an ihnen vorbei und über die Klippe. Noch im Fall verwandelte er sich zurück. Zu spät, Sagittarius stürzte mit einem Schrei, haltlos in die Tiefe.
Maki konnte endlich wieder klar sehen und bedankte sich bei Paya. Der kleine Junge in Payas Arm schrie aus Leibeskräften. Paya schaukelte ihn etwas. „Was ist mit den anderen Babys. Sind sie in Ordnung?“ Fragte sie Maki, als sie wieder aufgestanden waren. Maki sah die Klippen hinab. Sagittarius lag da, auf spitzen Felsen und regte sich nicht mehr. Seine beiden Brüder lagen neben ihm. Maki hätte wissen müssen, daß er direkt in den Tot rannte. „Ich glaube es geht ihnen gut.“ Antwortete er etwas abwesend. Paya wurde unruhig. „He Maki, wir können sie nicht einfach hier lassen.“
Sie gingen zurück in die Höhle und brachten die kleinen Taurier- Babies ins Freie. Bei ihrem Anblick, kamen Paya die Tränen. Die ärmsten kleinen Würmer. Sie hatten keine Eltern und waren von außerirdischer Rasse. „Wer würde denn nur ein Baby mit Fell haben wollen? Sollten wir sie den Gorillas in den Wäldern überlassen?“ Paya weinte und Maki nahm sie in den Arm um sie zu trösten. „Nicht doch Paya, es wird alles gut. In meinem Dorf wird man sich um sie kümmern. So wie sie sich um mich gekümmert haben.“ Paya sah den schlafenden Jungen in ihrem Arm an und wischte ihre Tränen fort. „Du bleibst bei mir mein Kleiner.“ Sagte sie leise.
Im inneren der Höhle hatte ein gewisser Dr. Neils es endlich geschafft, die Tür seines Gefängnisses auf zubrechen. Die Taurier hatten ihn nicht getötet, dazu bewunderten sie seine Genialität zu sehr. Dr. Neils war schockiert zu sehen was mit seinem Labor passiert war. Er verließ es und ging nach Draußen. Die Sonne hatte ihren höchsten Stand erreicht und Paya, Maki und die Babys waren längst fort. Dr. Neils trat wütend in kleine Steinhaufen und wirbelte den Staubigen Boden auf. „Hey, ist da Oben Jemand?!“ Vernahm er plötzlich eine schwache Stimme. Er sah über den Rand der Klippe. Dort lagen drei dieser Kreaturen, die ihn eingesperrt hatten. Sie waren Tief gefallen, von denen konnte keiner gerufen haben. „Wer ruft da!“ Rief Dr. Neils zurück. Etwas regte sich dort unten. Einer der Taurier versuchte seinen Arm zu heben. „Helfen sie mir... Bitte. Ich bin verletzt!“ Erklang ein leises Rufen. Dr. Neils hielt inne und dachte über diese Situation nach. Er war ein genialer Wissenschaftler und dieser bemerkenswert zähe, starke Mann war verletzt, wahrscheinlich schon so gut wie tot. „Du darfst mein neuestes Projekt werden.“ Kicherte er nach reiflicher Überlegung in sich hinein. Dr. Neils bestieg einen kleinen Gleiter, welchen er selbst erschaffen hatte. Es war ein fliegendes Gefährt mit einem mechanischen Greifarm und es flog so hoch wie die Wolken. Damit sammelte er den noch lebenden Taurier auf und brachte ihn in sein Labor. „Ich bin Prinz Sagittarius vom Planeten Taurus.“ Stöhnte der Verletzte, als er auf einem Tisch lag. „So so, Sagittarius also. Werde ich mir merken.“ „Ich bin der letzte meines Volkes...“ Sagittarius sah noch, wie der Wissenschaftler ein seltsames elektrisches Gerät zur Hand nahm und ihm grinsend ein nasses stinkendes Tuch über Mund und Nase hielt. Panik brannte in ihm, dann verlor er das Bewußtsein.