Maki Masamune

                                  Prinz Sagittarius

 

Paya hatte Maki mit auf ein Sommerfest genommen. Dort waren eine Achterbahn und mehrere Karussells aufgebaut. Nachdem sie dreimal mit der Achterbahn gefahren waren setzten sie sich in ein Bierzelt und Paya bestellte für ihn und für sich ein großes Bier. Als Maki beim ersten Schluck das Gesicht verzog, meinte Paya: „Augen zu und durch.“ Maki leerte das ganze Glas mit einem Schluck. Wenig später lag er dann unterm Tisch und es ging ihm gar nicht gut. „Paya, du hast mich vergiftet, bist du ganz sicher, daß das normal ist?“ „Du hast mal wieder übertrieben. Du hättest halt langsam trinken sollen. Geschieht dir recht.“ Ein lächelnder junger Mann trat an ihren Tisch. Er sah die zwei Gläser und fragte: „Wo ist Maki?“ Paya zog den Jungen unter dem Tisch hervor. „Maki, Der König des Himmels will etwas von dir.“ Maki sah mit kleinen Augen den König, Kiyoshi an. Sein Kopf fiel zur Seite an Payas Schulter. Wie Peinlich, dachte sie. Vor einem Gott. „Was führt Euch zu uns, Kiyoshi.“ Sprang Paya für Maki ein. Kiyoshi überreichte ihr ein Formular. „Ein Prinz aus einer fernen Galaxie lädt euch zu seiner Krönung ein. Er ist ein guter Freund von mir und den vier Winden. Er sagte mir, er wolle den Jungen, der unsere Erde gerettet hat, unbedingt kennen lernen.“ „Wo ist die Galaxie und wie heißt dieser Prinz?“ „Nun, eigentlich sind es zwei Prinzen. Aber da nur einer König werden kann, steht es dem Älteren zu. Sein Name ist Prinz Diemether von Orion.“ „Ah Orion, eine Galaxie im Sternbild Orion. Und wer ist der Andere?“ „Prinz Sagittarius. Er stammt nicht von Orion. Er ist nur ein Stiefsohn vom Taurus. Er trägt keinen Titel.“ „Und dein Freund ist Diemether?“ „Ja.“ „Gut also, ich gebe Maki die Einladung, wenn er wieder Nüchtern ist. Danke.“

Maki wollte unbedingt den Planeten im Orion besuchen. Er freute sich sehr. Er würde ins Weltall reisen und fremde Welten sehen. Paya wollte zwar auch gerne mit, allerdings fürchtete sie sich doch ziemlich vor einer so weiten Reise. Der Drachenkönig konnte sie beruhigen. „Wir werden eine Abkürzung nehmen. Wir reisen durch Raum und Zeit. Das kennt ihr ja schon, aus der Welt der Götter.“ Erklärte er im Palast Kiyoshis. Paya war aufgeregt, gleich würden sie los fliegen und Lichtjahre hinter sich lassen. Bahamut hatte Paya, Maki und den König aufsitzen lassen und stieß in den Himmel hinauf, direkt über dem höchsten Turm des Palastes erschien eine schwarze Kugel und Bahamut flog hinein. Sie landeten in einem Universum von Wolken. Bahamut stieß auf eine weitere schwarze Kugel zu und sie wurden von den Wolken durch die Kugel wieder ausgespuckt. Genau unter ihnen lag ein weiterer schwebender Palast, doch war er bunter als Kiyoshis. Auf anderen Planeten hatten also, sogar Sterbliche Könige, schwebende Schlösser. Bahamut setzte die drei auf der Plattform ab. „Du weist ja wie du mich rufst.“ Sagte er zu Maki und dieser nickte. Als Bahamut fort war sagte Kiyoshi: „Warum werden wir nicht empfangen. Man erwartet uns doch sicher schon.“ Sie gingen vorrann in den Innenhof. Alle waren schockiert, als sie sahen, daß rings um sie tote Soldaten lagen. Der Hof war völlig still, keiner lebte mehr. Besorgt um den Prinzen, rannte Kiyoshi in den Palast. Schon in der Vorhalle des Thronsaales vernahmen sie ein schadenfrohes Lachen. Kiyoshi und Maki lugten durch einen Spalt im Flügeltor des Thronsaales. Sie sahen einen jungen Mann in einer Uniform. Er hatte Haare, so schwarz wie die Nacht und seine Nasenspitze verriet seine Durchtriebenheit und seine Arroganz. Unter seiner glänzenden Weste sah man seinen Taurischen Ursprung, schwarzes Stierfell an Armen und wohl auch an den Beinen. Bei ihm war ein kräftiger Mann, der ebenfalls Uniformiert war, jedoch weniger edel und ohne Fell war er auch. „Prinz Sagittarius und sein Leibwächter Herakles.“ Flüsterte Kiyoshi. „Und wo ist der andere Prinz?“ Fragte Maki. Sie hörten ein Ächzen und sahen zur Hohen Decke empor. Über dem Thron hingen zwei aufgeknüpfte Männer, die gerade ihr Leben aushauchten. „Das war Prinz Diemether und sein Vater der König von Orion.“ Sagte Kiyoshi traurig und senkte den Kopf. „Ich kann nicht glauben, daß Sagittarius so etwas tun konnte.“

„Ha, ha, jetzt bist du der Herrscher dieser Galaxy, Sagitta!“ „Ja genau und wer soll mich aufhalten, schließlich bin ich Diemethers Nachfolger.“ Sagittarius linste zum Türspalt hinüber. „Herakles, da sind noch ein paar Gäste eingetroffen, lass sie uns willkommen heißen. Na los.“ Maki und Kiyoshi wichen von der Tür zurück. Man hatte sie entdeckt. Die Flügeltür wurde auf gestoßen. Maki und Kiyoshi standen wie angewurzelt da. Wo ist eigentlich Paya? Fragte Kiyoshi sich.

 

Paya saß vor dem Palast im Hof und zitterte vor Angst. Sie wollte sich nicht mehr vom Fleck rühren. Was für eine schlimme Situation und Lichtjahre von Zuhause entfernt.

Sagittarius grinste. „Sieh an, der Himmelskönig vom Planeten Erde und das Wunderkind. Ich überlasse sie dir, Dicker.“ Er nickte zu seinem Leibwächter und dieser rieb sich freudig die riesigen Hände. Maki stellte sich vor Kiyoshi und zog die nadelgroße Masamune aus seinem Stiefelband. Herakles grinste über den Jungen, sein Gebieter hingegen blieb ernst. Er hat ein Schwert und besitzt Zauberkräfte, Dicker. Unterschätze ihn nur nicht. Dachte Sagittarius bei sich. Herakles stürzte sich auf Maki, doch so schnell wie dieser, war er längst nicht. Maki sprang einfach zu seiner Seite. Herakles fuhr schnaubend herum und stürzte mit seinem ganzen Körpergewicht auf ihn. Er plumpste zu Boden und Maki war wieder entkommen. „Zeig mal etwas mehr Köpfchen!“ Rief Sagittarius ungeduldig. Herakles erhob sich und grinste. „Sicher Sagitta, mach ich.“ Er wollte Maki mit seinem Kopf rammen, doch Maki sprang über ihn hinweg und packte für einen Moment seinen Arm. Herakles war schockiert, als Maki seinen Arm, mit einer Berührung zum gefrieren Brachte. „Sagitta mein Arm, ich kann ihn nicht bewegen, was ist das?!“ Sagittarius verdrehte seine Augen. „Pas eben besser auf“ Maki brachte nun auch den anderen Arm zum Gefrieren. „Sagittaa…!“ Jammerte Der Leibwächter. „Gib auf!“ Schrie Maki. Jetzt geschah etwas Unvorhergesehenes. Sagittarius schien Makis Vorstellung zu gefallen. „Worauf wartest du, töte ihn endlich!“ Rief er Maki zu. Maki sah erschrocken in seine eiskalten Augen. „Na los!“ Maki schüttelte den Kopf. Herakles war doch sowieso Hilflos und währe auch vorher kaum eine Bedrohung für ihn gewesen. „Tu es endlich!“ Bohrte Sagittarius weiter. „Wenn du es tust, darfst du sein Amt übernehmen. Mit mir hättest du unendliche Macht.“ „Und wenn nicht?“ Sagittarius wurde wütend. „Dann lege dein Schwert nieder und kämpfe gegen mich.“ „Nein, das kann ich nicht, ich kann nicht kämpfen.“ Sagittarius knurrte vor Wut. Er zerschmetterte Herakles beide Arme und tötete ihn mit einem Schlag. So etwas Grausames hatte Maki in seinem Leben nicht für möglich gehalten. Nicht nur, daß dieser Prinz seinen Stiefvater und seinen Stiefbruder tötete, nein, er tötete sogar seinen wohlmöglich besten Freund. Maki sah Hilfesuchend zu Kiyoshi, doch der war vor Angst wie erstarrt. Langsam wurde auch Maki wütend und er begann zu knurren. Sagittarius erfreute sich daran und lachte Schadenfroh. „Na los, greif mich an, aber ohne dein Schwert. Komm schon.“ Maki verlor seine Geduld. Er erhob Masamune und stürmte auf Sagittarius zu, um ihn zu erschlagen. Sagittarius war schneller. Er verschwand vor Makis Augen. „Ich sagte ohne dein Schwert!“ Maki fuhr herum und sah ihn ein Stück weit hinter sich stehen. „Und ich sagte ich kann es nicht und ich will es nicht.“ Paya kam von Draußen herein und sah erschrocken, daß Maki anscheinend in einem Kampf verwickelt war. Sagittarius sah in ihr eine Chance und packte sie. Er hielt ihr den Mund zu, als sie schreien wollte und sagte: „Und wie steht es nun?“ Maki überlegte angestrengt, was zu tun war. „Gut, aber gib mir ein paar Tage, mich vor zu bereiten.“ „So ist es recht, sie ist wohl deine Freundin, nehme ich an. Ich werde sie mit mir nehmen und mich etwas mit ihr vergnügen. Ich hoffe das schürt deine Wut. Wir sehen uns in sieben Tagen, an diesem Platz. Machs gut.“ Er lief mit Paya im Arm davon. 

„Kiyoshi, warum verlangt er so etwas von mir?“ Kiyoshi atmete auf. „Ich glaube du hast ihn beleidigt, als er dich zum töten aufgefordert hat.“ „Ihn beleidigt?“ „Es war sein Befehl und er ist nun mal ein Prinz. Wenn auch kein sehr feiner.“ „Kiyoshi, hätte ich denn darauf eingehen sollen?“ Kiyoshi schüttelte den Kopf. „Du hast schon richtig gehandelt. Er ist viel gefährlicher als du dir vorstellen kannst. Die toten Soldaten im Hof. Glaubst du, das war Herakles? Sicher nicht, er hat es selbst getan. Das war kein Leibwächter, das war auch kein Freund, er war nur sein Spielzeug, glaube mir.“  

Für die ihm bleibenden Sieben Tage beauftragte Kiyoshi den besten Kampfmeister, aus der Welt der Götter, um Maki zu Trainieren. Es war zwar so gut wie sinnlos, denn was sollte der Junge in so kurzer Zeit schon lernen, aber Maki zwang sich dazu, sein Bestes zu geben, denn er mußte seine Freundin retten.

Kiyoshi begleitete Maki und den Drachenkönig noch zum Palast des Orion. Sie waren vor Sagittarius dort. „Und Maki? Hast du einiges lernen können?“ Maki zuckte mit den Schultern. „Ein Wenig.“ „Es tut mir leid Maki, sieben Tage sind sehr wenig. Zu wenig für solch einen Gegner.“

Sagittarius traf ebenfalls ein. Er hatte Paya nicht mit gebracht. „Deine Freundin ist in Sicherheit. Keine Angst, ich halte mein Wort. Und übrigens, ich habe ihr kein Haar gekrümmt.“ Maki wollte ihn nicht noch mehr kränken und nickte nur. „Gut, ich sehe du hast dein Schwert nicht mitgebracht.“ Maki nickte abermals. Eigentlich hatte er Masamune jedoch dem Drachen gegeben, der draußen wartete. Sagittarius nahm Kampfstellung ein. „Ich kann es kaum noch erwarten.“ Sagte er leise. Maki schluckte. Was für ein Alptraum, der Mann war eine wahre Kämpfernatur, was er wohl dem Taurus verdankte. „Moment noch!“ Warf Maki ein. „Darf ich meine Zauberkraft benutzen?“ „Gerade darauf bin ich scharf. Auch ich besitze diese Gabe.“ Na toll, dachte Maki. Nicht einmal das war ihm zum Vorteil vergönnt. Maki und Sagittarius sahen sich fest in die Augen. Maki würde warten, daß sein Gegner anfing. Der Boden zitterte. Maki sah kleine Steinchen am Boden umher tanzen. Maki starrte Sagittarius an. Machte er das? Das Zittern wurde immer heftiger. Bahamuts Stimme rief: „Da kommt eine Flotte. Es sind Piraten!“ Die drei stürmten sofort in den Hof und sahen in den Nächtlichen Himmel. Die bunten Schleier des Orionnebels waren deutlich am Sternenhimmel zu erkennen. Der Planet befand sich in mitten des Nebels. Am Horizont näherte sich tatsächlich eine Flotte von fünf  Raumschiffen. Maki erkannte ihre Diamantform, von vorne. „Ogre (ausgesprochen Oger)!“ Rief Sagittarius. „Sie kommen, um den Palast auszurauben. Der Verlust unserer Armee, hat sich schnell herum gesprochen.“ „Sind die gefährlich?“ Fragte Maki. Die Flotte war jetzt sehr nahe und es wurde laut, durch ihren Antrieb. „Für dich schon.“ Sagte Sagittarius leise, daß ihn Maki nicht mehr hörte. Über dem Hof, sanken die Schiffe zu Boden, um zu landen. „Haltet euch bereit zu kämpfen.“ Sagte Sagittarius kühn. Als die erste Rampe herausgefahren wurde, verschwand er hinter einer umgestürzten Säule in Deckung. Maki und Kiyoshi folgten seinem Beispiel. Sie beobachteten die sogenannten Ogre, Schweinsköpfige, fette Kerle, mit Olivgrüner Schweinehaut. Sie begannen den Palast zu plündern und trugen eine Kostbarkeit nach der anderen in ihre Schiffe. Sagittarius kochte vor Wut. „Die nehmen mir alles wieder weg. Ich hab es doch gerade erst selbst errungen. Grrr, diese Schweine.“ Maki und Kiyoshi beobachteten seine Wut. Er würde doch wohl nicht…? Sagittarius sprang aus seinem Versteck und stellte sich einigen der Ogre, in den Weg. Mit ausgestreckten Armen rief er: „Das werdet ihr bereuen. Das gehört alles mir!“ Die Ogre stellten ihre Last ab und sahen sich einander verwundert an. Dann brachen sie in grunzendes Gelächter aus und hielten ihre Bäuche. Sagittarius platzte fast. „Haltet die Schnauze!!“

„Ich glaube unser Prinz-Problem erledigt sich gerade von selbst.“ Flüsterte der König zu Maki. „Mit Ogre- Piraten ist nicht zu spaßen.“

Schon zogen die Ogre ihre krummen Säbel. Sagittarius versuchte einen kühlen Kopf zu bewahren. Er formte mit seinen Händen eine Art V, vor seiner Brust. Es sollte den Kopf des Taurus darstellen, dessen Symbol auch sein Gürtel trug. „Rasende Wut des Stieres.“ Murmelte er. Dieser Zauberspruch bewirkte eine Verwandlung und Sagittarius wurde zum Wortwörtlichen rasenden Stier. Maki staunte, beinahe neidisch. Seine Zauberkraft war wirklich unglaublich. Maki dachte immer, daß nur Götter sich in Tiere verwandeln können, so wie Leasame es oft tat. Auch Kiyoshi schien verwundert.

Der Stier brüllte und galoppierte auf die Ogre zu, die versuchten ihm aus dem Weg zu laufen. Die Ogre waren zu träge. Der mächtige, schwarze Stier rammte sie, einen nach den anderen. Er bohrte seine Hörner in ihr Fleisch und riß tiefe Wunden. Der Kommandant der Piraten befahl seine restlichen Leute zurück. Sie schafften noch, was sie konnten die Rampen empor und dann starteten die Schiffe wieder. Sagittarius stand fluchend, in seiner Menschengestallt, am Rande der Plattform. Maki und Kiyoshi näherten sich ihm vorsichtig. „Sagitta, wo hast du Paya gelassen?“ Sagittarius fuhr zu Maki herum und schnaubte, noch immer rasend vor Wut. Dann sagte er schließlich: „Pech gehabt. Sie ist in einer der großen Kisten, welche die Ogre gerade weggeschafft haben.“ „Du Mistkerl, wie konntest du sie in eine Kiste sperren?“ „Mir doch egal.“ Sagittarius ging in den Palast zurück und Maki und Kiyoshi folgten ihm. Sie gelangten in einen Hangar. Ein kleines silbernes Raumschiff stand in ihm. Sagittarius ließ eine Rampe herunter und bestieg das Schiff.  „Ihr klebt an mir, wie die Fliegen.“ Knurrte er, als sie alle drei im Cockpit waren. „Du mußt uns schon töten, wenn du uns los werden willst. Wir wollen Paya zurück haben.“ Antwortete Maki. Sagittarius grinste,  mit dem Rücken zu ihnen gewandt. „Nicht doch, du schuldest mir noch etwas, vergiß das nicht.“ Maki und Kiyoshi setzten sich schweigend hinter Sagittarius, vor das Steuerpult, das er bediente.

Sie flogen durchs All und wechselten eine ganze Weile, kein Wort miteinander. Jeder grübelte vor sich hin. Sagittarius spielt mit Maki, wie er vorher mit Herakles gespielt hat. Dachte Kiyoshi.

Es wird mir eine riesige Freude sein dich im Kampf zu schlagen. Dachte Sagittarius.

Wo fliegen wir eigentlich hin? Dachte Maki. Sagittarius zeigte auf einen roten Punkt der im All, durch das Fenster vor ihnen, zu erkennen war. „Das dort ist ihr Stützpunkt. Marduk,“ Sie steuerten darauf zu und man konnte immer deutlicher erkennen, daß es ein kleiner Planet war. Sie durchdrangen die Atmosphäre. Die Oberfläche war in einer Rostroten Farbe. Gräser und Sümpfe wirkten wie vergiftet und tot, in ihrem rot. Das Schiff landete in einem tiefen Krater, den wahrscheinlich ein Meteorit verursacht hatte. So war das Schiff vor Blicken geschützt. Ohne Worte verließen sie ihr Schiff und machten sich an den Aufstieg. Vom Rande des Kraters sahen sie eine Stadt. Sie hatte endlos viele Brücken, die an den hohen Häusern angebracht waren. Schiffe flogen ein und aus und legten an ihnen an. 

Maki holte sich aus einem der Sümpfe ein 70inch Bambusrohr, welches er sich ins Stiefelband steckte. Er hatte ja sein Schwert dem Drachen gegeben und der befand sich noch irgendwo auf dem Planeten des Prinzen. Bahamut war geflohen, als er die Ogre kommen sah. „Und das sind alles Piraten?“ Befürchtete Maki beim Anblick der großen Stadt. „Nur zum größten Teil.“ Antwortete Sagittarius. Kurz vor der Stadt meinte er dann: „Wenn ihr mir nicht im Wege stehen wollt, dann rate ich euch hier zu bleiben.“ „Auf keinen Fall, Ich hole Paya zurück.“ Meinte Maki entschlossen. Sagittarius grinste. „Guut. Und was ist mit dir, göttliches Wesen? Reicht dein Mumm?“ Mit gesenktem Kopf sagte Kiyoshi: „Ich warte beim Raumschiff.“ „Noch besser.“

Maki folgte Sagittarius durch enge, Ogre überfüllte Gassen. Der Prinz legte einen Teil seines Umhangs über seine Nase, da es fürchterlich nach Schweiß und Gewürzen Stank. Die Ogre Schiffe waren genauso verrostet, wie die Landschaft. Sagittarius verschwand in einer riesigen Festung, in der Mitte der Stadt. Sie war aus tief rotem Holz gebaut. Maki und er, stiegen im Inneren eine rustikale Treppe empor. Es schien niemand dort zu sei. Im oberen Teil des Gebäudes hörten sie eine laut grunzende Stimme. „Ich werde die Männer, die dieser Taurier heute getötet hat ersetzen müssen, ich habe keine Wachen mehr zur Verfügung. Mir müssen Anheuern.“ Sagittarius spähte durch einen Türspalt. Maki tat ihm nach. „Wer ist das?“ Fragte er, als er einen wohl gekleideten fetten Ogre an einer Tafel mit anderen Ogre sah. „Für ihn, stehlen und plündern sie, er ist ihr Baron.“ Antwortete ihm Sagittarius. „Finden wir so schnell wie möglich meine Schätze und dann nichts wie raus hier.“ Der Baron kam heraus, gerade als die beiden die Tür verließen. Er sah die Beiden sofort und sagte laut: „Da ist er ja, der Taurier. Ogre, nehmt ihn gefangen und hindert ihn daran sich in einen Stier zu verwandeln!“ Eine Horde Ogre mit Säbeln stürmte aus dem Raum, hinter dem Baron. Sagittarius überlegte nicht lange und sprang über das Treppengeländer, vier Etagen nach unten. Er landete unversehrt auf beiden Beinen und verschwand aus ihrer Sicht. Maki zog den Stab, aus dem Sumpf, aus seinem Stiefelband und schlug einige der Ogre mit ihm KO. Dann hatte er kurz Zeit, seine Federn anzulegen. Er sprang auf das Geländer und wollte ebenfalls springen, doch zwei Ogre packten ihn und zogen ihn zurück in den Flur. Fünf Ogre und der Baron waren noch übrig, die anderen lagen regungslos am Boden. Man nahm Maki den Stab ab und schlug ihn. Sie prügelten wie die wilden auf ihn ein. Ein gleißendes Licht erstrahlte und zwei der prügelnden Ogre wurden gegen eine Wang geschleudert. Die anderen drei Ogre sahen erschrocken auf. „Verfluchter Taurier!“ Brüllte der Baron und verschwand in dem Raum, aus dem er gekommen war. Er verbarrikadierte die Tür. Drei weitere Lichtblitze von Sagittarius, schleuderten die restlichen Ogre über das Geländer und sie stürzten haltlos hinab. Maki hustete und hielt sich den Magen. Ihm tat alles weh. Die Ogre hatten wirklich hart zugeschlagen. „Danke Sagitta.“ Sagittarius brummte: „Glaub nicht, daß ich es für dich getan habe, du nervst nämlich langsam. Vielleicht hätte ich dich noch etwas länger warten lassen sollen.“ Maki erhob sich wieder und griff nach dem Bambusrohr. „Hör auf das Kind zu spielen. Ich weiß, daß in dir mehr steckt als du bis jetzt gezeigt hast. Las den Stab liegen wo er ist. Zeig mir mehr von deinen Zauberkräften.“ Sagittarius setzte einen Fuß auf den Stab. Maki sah ihn an. „Ich weiß nicht was du glaubst, wer ich bin? Ich bin auf jeden Fall kein Taurier.“ „Das habe ich auch nicht behauptet. Ich weiß woher du stammst. Die Götter der vier Winde haben dich geschaffen. Du bist ein Halbgott.“ „Das weiß ich doch. Und?“ „Helden, Auserwählte, große Krieger, sie alle waren Halbgötter. Sie besitzen größere Kräfte als die Götter selbst und angeblich sogar noch mehr als die Taurier.“ „Ich verstehe nicht, was du von mir willst.“ Sagittarius packte Makis Weste und sagte zornig: „Ich will wissen ob es stimmt. Kann es sein, daß so ein Wicht mehr Kraft besitzt als ich. Bis jetzt beherrschte Niemand die Magie, besser als ich. Nicht einmal mein eigenes Volk. Ich bin der Mächtigste, aber Legenden sagen etwas anderes.“ Wiederwillig ließ er Maki wieder los. „Wenn wir zurück im Palast sind, wirst du es mir zeigen.“ Er ballte die Faust. „Ich werde dich schon dazu bringen, an deine Grenzen zu gehen.“ Sagittarius riß seinen Umhang ab und stieg die Treppen wieder hinab. Maki folgte mit etwas Abstand. War er übergeschnappt? Er schien irgendwie neidisch zu sein. Er beneidete Maki um etwas, das er nicht besaß. Oder doch?

Sagittarius und Maki landeten bald im Keller. Durch die halbsumpfige Erde waren die aus Felsen gemauerten Wände schwarz und moderig. Das Licht war nur dürftig und ließ kaum etwas erkennen. Sagittarius öffnete eine große Holztür und sah in den Raum dahinter. „Deine Sachen Sagitta!“ Maki rannte voraus und klopfte an die großen Kisten. „Wer hat dir überhaupt erlaubt mich so zu nennen. Glaub nicht, daß wir Freunde sind.“ Brummte Sagittarius leise in sich hinein. Maki rannte umher und  untersuchte alle Kisten, nach seiner Freundin. Es standen bestimmt an die zwanzig dort und gehörten nicht alle zum Königshaus des Orion. „Wo ist Paya?!“ Maki klopfte weiter. „Du nervst!“ Meckerte Sagittarius, trat an eine der Kisten und öffnete sie. Er hob das Mädchen heraus und befreite sie von Fesseln und Knebel. Paya knallte Sagittarius eine und er hielt sich grinsend die Wange. „Warum hat das so lange gedauert? Wo ist Maki? Wenn du ihm was angetan hast, dann... dann...“ „Ich bin doch hier!“ Sie fuhr schnaubend herum und atmete auf als sie Maki sah. Ihre Augen wanderten über die feuchten Wände. „Huch, wo sind wir hier?“ „Das ist jetzt egal. Wir holen den Königlichen Schatz und verschwinden von hier.“ Sagittarius sah in eine kleinere Kiste und Maki protestierte: „Wie sollen wir denn das alles tragen?“ „Wir nehmen nur diese Kiste mit.“ Maki sah hinein und traute seinen Augen nicht. In dem Kästchen lagen fünf Steine. „Du bist wegen ein paar Felsklumpen hier her gekommen?“ Sagittarius schloß das Kästchen wieder und verwandelte es in die Größe einer Wahlnuß. „Du kannst ja meinetwegen etwas von dem Gold mitnehmen.“ „Was soll ich damit?“ Paya fragte ungeduldig: „Was geht hier eigentlich ab? Wo sind wir und was sind das für Steine?“ Sagittarius gab ihr eine Antwort auf die letzte Frage: „Die Steine sind die Guardian Force (Schutztrupp). Ein Geschenk des Königs, zur Krönung seines Sohnes. Es sind Dracheneier und sie verleihen ihrem Besitzer unendliche Macht, wenn sie schlüpfen. Bald ist ihre Zeit gekommen.“ Was will er denn mit noch mehr Macht? Fragte Maki sich. Paya erinnerte sich wiedereinmal an ein Buch über Japanische Mythologie. Darin hatte sie gerade von denselben Dracheneiern gelesen, welche 1000 Jahre im Meer, 1000 Jahre in den Bergen und 1000 Jahre als wunderschöne Steine bei den Menschen existieren, bis die Drachen endlich schlüpfen und sofort eine enorme Größe erreichen.

Die drei verließen den Keller wieder. Die werden mich schon hier raus bringen, dachte Paya. Wo auch immer wir sind.

Warum hatte Paya eigentlich keine Angst vor Sagittarius? War er am Ende doch ganz nett zu ihr gewesen? Überlegte Maki. Das war kaum vorstellbar.

Am Ende der Treppe, die zum Erdgeschoß und damit zum Ausgang führte, blieb Sagittarius stehen. Sie sahen aus der Dunkelheit des Treppenganges, daß der Baron neue Wachen postiert hatte. Acht kräftige Ogre standen beim Ausgang. Sie trugen Pistolen in ihren Gürteln. „Laserpistolen.“ Flüsterte Sagittarius. Paya hörte gar nicht zu. Sie stand hinter ihm und betrachtete seine große muskulöse Statur. Ich glaube ich habe mich verliebt, dachte sie. Sie sah hinunter, auf seinen Hintern. Oh man, ist der süß. „Paya.“ Er drehte sich zu ihr um. „Hm?“ Seufzte sie. Er hob sie in seinen Arm. „Wir rennen einfach durch, ich gehe vor.“ Sagte er leise zu Maki. Er stieg den Aufstieg hoch und wurde sogleich von den Ogre entdeckt. Sie zogen ihre silbernen Laserpistolen und schossen auf ihn. Sagittarius machte eine kurze magische Handbewegung, in dem er mit der Hand über seine Stirn strich, dann rannte er los. Sein kleiner Zauber bewirkte, daß die Schüsse von ihm und Paya abprallten. Maki blieb dicht hinter ihm, in Deckung. Auf ihn schoß aber niemand, sie waren alle nur auf den Taurier fixiert. Sagittarius schlug zwei der Ogre von der Tür weg, er riß sie auf und sie konnten entkommen. Sagittarius trug Paya mit schnellen Schritten durch die Gassen. Ihr Kopf lag an seiner Brust und sie drückte ihn fester an sie. Sie fühlte sich so gut an. Sagittarius ging langsamer, als sie außer Gefahr waren. Paya fühlte wie seine Brust sich beim atmen hob und senkte und konnte sich einen Seufzer nicht verkneifen. Sagittarius ließ ihre Beine fallen. „Jetzt kannst du auch alleine weiter gehen.“ Maki und Paya folgten ihm aus der Stadt. Auf dem Rückweg klebte Payas Blick förmlich an Sagittarius Hintern. „Seid ihr jetzt befreundet?“ Fragte sie Maki. „Ich glaube schon.“ „Das ist nicht wahr! Erzähl nicht so einen Blödsinn!“

Kiyoshi war heilfroh, die drei gesund zurück zu sehen. Sagittarius hatte Maki also noch nichts angetan. Aber er wußte, er hatte es noch nicht vergessen und es war nur eine Frage der Situation, bis er Maki erneut herausfordern würde. „Sagittarius züchtet Drachen.“ Flüsterte Paya auf dem Rückflug, Kiyoshi zu. „Wie meinst du das?“ „Er hat in seinem Gürtel ein geschrumpftes Kästchen mit fünf Dracheneiern.“ Kiyoshi gab keine Antwort mehr, aber er sah besorgt aus. Sie Sache mit den Eiern schien ihn sehr zu beunruhigen. Er wandte sich an Maki und flüsterte: „Maki, hat Sagittarius bunte Steine bei sich, die glitzern?“ „Ja, das sind Dracheneier, sagt er.“ „Oh nein verdammt.“ Fluchte Kiyoshi leise.

„Sieben Tage nach der Krönung, so hieß es, würden die Drachen erscheinen. Heute ist der siebte Tag.“ Erklärte Sagittarius, als alle im Hof des Palastes, im Orion standen. Er legte die Steine auf den Hof und trat zurück. Die Steine schienen zu zittern. Sie vibrierten heftiger. Die Farben verliefen, bis sie grau wurden. Jetzt sahen sie tatsächlich aus, wie Eier. Die Schalen bekamen Löcher und schon sah man die kleinen Köpfe der Drachen. Sie sahen aus wie Bahamut in grün. Die kleinen Drachen stießen in den Himmel hinauf und wuchsen und wuchsen in unglaublicher Geschwindigkeit. Kiyoshi war schwer beunruhigt, Paya und Maki fasziniert. Die nun großen Drachen blieben am Himmel stehen und sahen auf Sagittarius nieder. Sie schienen auf etwas zu warten. Sagittarius trat vor und rief: „Ich bin der Besitzer, der Dracheneier. Ihr müßt meinen Befehlen gehorchen!“ Die Drachen sprachen zusammen, daß es wie eine Stimme klang: „Wir wissen wer du bist. Wir sind die Guardian Force. Wir beschützen unseren Herren, bis ans Ende seiner Zeit, um dann in Steine zurück zu kehren und weitere 3000 Jahre zu schlafen!“ Sagittarius nickte ungeduldig, dann rief er: „Ich habe eine erste Aufgabe für euch. Kämpft gegen diesen Jungen dort!“ Sagittarius wies mit dem Finger auf Maki. Warum tut er nur so etwas? Fragte sich Kiyoshi. Dieser Taurier war vollkommen wahnsinnig. Warum brauchte er jetzt sogar die Guardian Force, um Maki zu besiegen? Er hatte es ja nicht einmal eigenhändig versucht. Maki stand wie angewurzelt da. Bahamut war nicht wieder aufgetaucht, um ihm Masamune zu geben. Ohne sein Schwert fühlte Maki sich hilflos und ausgeliefert. Mit seiner schwachen Zauberkraft, konnte er gegen so gewaltige Drachen kaum etwas ausrichten. „Ich habe dir doch versprochen, dich an deine Grenzen zu bringen!“ Die verharrenden Drachen schlugen einen Salto, in der Luft und stießen als Einheit, völlig synchron auf Maki hinab. Maki sah in ihren glühenden Schlund, als sie auf ihn zu rasten. Er warf sich zu Boden und die Drachen brausten über ihn hinweg. Maki sah wieder auf. Die Drachen schwebten vor ihm und atmeten tief ein. Ihr Schlund glühte heller und heller und begann zu brennen. Sie feuerten ihm, ihren flammenden Atem entgegen. Maki wußte nicht was er machen sollte und hielt sich am Boden liegend die Hände auf den Kopf. Die Flammen umhüllten ihn komplett. Als sie nachließen, lag Maki noch immer dort. Er war unversehrt. Wie hab ich das gemacht? Wunderte er sich. Das war doch nicht nur der Schutz seiner Goldweste gewesen. „Gar nicht übel!“ Rief Sagittarius. Er schien sich köstlich zu amüsieren. Es war für ihn die größte Freude. Maki erhob sich, als die Drachen wieder ihren Feueratem sammelten. Sie spieen ihm entgegen. Maki streckte den Flammen seine Hände entgegen, mit dem Glauben an seine Zauberkraft. Es klappte, die Flammen prallten von seinen Händen ab. Maki bekam einen kräftigen Schwanzhieb von der Seite und fiel einige Meter weit, über den Hof. Die Drachen ließen nicht von ihm ab. Sie schnappten ihn und zogen ihn zwischen ihren Kiefern, mit sich in die Luft. Sie begannen an ihm zu zerren, wie die Wölfe an ihrer Beute. Maki schrie vor Schmerzen. Sagittarius trat unter ihn und rief: „Ich hatte wohl richtig geschätzt. Ein Halbgott besitzt niemals mehr Macht, als ich!“ Maki flehte um Hilfe und wurde nicht erhört. Seine ihn schützende Zauberkraft wurde immer schwächer. Paya fiel vor Sagittarius auf die Knie und umklammerte sein Bein. „Bitte Sagitta, laß ihn am Leben.“ Er stieß sie von sich. „Genug jetzt!“ Befahl er den Drachen. Sie fielen weiter über Maki her. „Ich sagte genug! Ich will ihn selbst erledigen!“ Keine Reaktion. „Das sind wilde Bestien Sagitta! Wie konntest du glauben sie würden dir blind gehorchen!“ Rief Kiyoshi ihm zu. Sagittarius warf ihm nur einen grimmigen Blick zu. Die Drachen ließen Maki los, der bewegungslos zu Boden viel, dann schossen sie auf Paya zu. „Nein.“ Knurrte Sagittarius. Er hielt den fünf Drachen seine Hand entgegen. Sie blieben unaufhaltsam. Die großen Echsen wurden durch seine Hand, von fünf mächtigen Blitzen erfaßt. Sagittarius gab ihnen alle Energie die er hatte und die Drachen begannen in der Luft zu zucken. Schließlich ließ er locker und die Tiere fielen tot in den Hof. Maki kam schwankend wieder auf die Beine. Sein rechter Arm war verletzt und blutete stark. Maki hielt ihn und humpelte auf Sagittarius zu. „Das wirst du büßen.“ Ächzte er. „Was? Du stehst noch?!“ Staunte Sagittarius. Dann grinste er wieder. „Das ist wirklich schade. Ich hatte gehofft, du wärest wenigstens den Drachen gewachsen, wie willst du dann gegen mich ankommen!“ Er erhob die Hände gegen Maki und dieser wurde von seinen Blitzen erfaßt. Sein Körper bäumte sich auf und er schrie. Sagitta wird ihn noch umbringen. Überlegte Paya. Ich muß ihm helfen. Sie trat nach Sagittarius, aber er schien es gar nicht zu merken. Maki sank auf die Knie. „Das ist deine letzte Chance, zu beweisen, wozu ein Halbgott fähig ist!“ Rief Sagittarius. Maki zwang sich wieder aufzustehen. Der hält verdammt lange durch. Mußte Sagittarius sich gestehen. „Ist das...!“ Rief Maki unter Qualen. „...Schon deine  ganze Kraft!?“ Es traf Sagittarius wie der Blitz. Was sagte er da? Ja, so war es, er gab Maki seine stärkste Magie. Es hätte ihn längst umbringen sollen. Maki brüllte, bäumte sich auf und mit einem Knall, schossen die Blitze auf Sagittarius zurück. Bei dem zusammenprall gab es eine Explosion. Sagittarius wurde von Staubwolken umhüllt, die sich nur langsam legten. Als Maki sah, daß Sagittarius reglos am Boden lag, atmete er erleichtert auf und viel in Ohnmacht.

Als Maki die Augen öffnete, sah er in das Gesicht von Kiyoshi und Paya, die ihn mit Tränen in den Augen umarmte und drückte.

Kiyoshi ging zu Sagittarius hinüber und tastete seinen Körper ab. „Sagittarius lebt noch!“ Rief er. Paya half Maki auf und er humpelte mit ihrer Unterstützung zu ihnen. Maki sah auch, daß Sagittarius noch atmete. Sagittarius Kleidung war zerfetzt und er hatte schwere Brandverletzungen. Maki nahm seine Blechpfeife zur Hand und pfiff nach dem Drachenkönig. Er mußte ein paar Mal pfeifen bis der Drache endlich erschien. „Es tut mir leid, daß ich euch im Stich gelassen habe, aber meine Angst ging einfach mit mir durch.“ Brummte er mit seiner gutmütigen Stimme. „Wir brauchen Leasames Hilfe. Sie hatte dich doch einst geheilt.“ „Ja, sie gab mir ein Elixier.“ „Bahamut. Ich bitte dich, hol so schnell du kannst ein solches Elixier.“ Der Drache nickte und verschwand. „Das Elixier ist doch hoffentlich nicht für ihn, oder?“ Fragte Kiyoshi. „Doch.“ Kiyoshi flippte fast aus. „Argh, bist du wahnsinnig, der Kerl ist gefährlich!“ „Was sollen wir sonst machen? Ihn hier liegen und sterben lassen? Das könnt ihr nicht von mir verlangen.“

Bahamut kehrte bald mit der heilenden Medizin zurück und gab Maki das kleine Fläschchen. „Hoffentlich bereuen wir das nicht.“ Seufzte Kiyoshi besorgt. Maki hob den Kopf des verletzten Tauriers an und goß ihm das Elixier in den Mund. „Schön runterschlucken Sagitta.“ Sein schwaches Atmen wurde stärker und er bewegte sich langsam wieder. Die Wunden verschwanden und das verbrannte Fell wuchs nach. Als er sich erhob, schreckten Paya und Kiyoshi zurück. Sagittarius sah an seinem unversehrten Körper hinunter. Nur die zerrissene Kleidung erinnerte noch an die Explosion. Er sah zornig in die kleine Runde und drehte dann einfach um. „Geh mir aus den Augen.“ Zischte er, womit er wohl Maki meinte, und ging fort. Paya und Kiyoshi starrten ihm hinterher. Beim Außentor des Hofes angelangt, drehte er sich plötzlich um. „Ich hoffe wir sehen uns eines Tages wieder, Halbgott! Darauf freue ich mich schon!“ Maki konnte aus der Ferne erkennen, daß er zaghaft lächelte. Diesmal steckte keine Böse Absicht dahinter, das spürte Maki.

„Sag mal...?“ Fragte Kiyoshi Maki, als sie alle zurück im Himmelspalast der Erde waren. „Wie hast du das eigentlich gemacht? Ich meine wie konntest du Sagittarius so zurichten?“ „Ich weiß nicht. Er hat mich einfach nur so wütend gemacht.“ „Was weißt du eigentlich? Du bist dumm wie Brot.“ Schimpfte Paya und sie, der Drache und Kiyoshi brachen in Gelächter aus und Maki freute sich mit ihnen.