Kajades Schatten
Weit im Osten, vom
Waldgrund und dem Tal der Sphinx, stand die steinerne Stadt der Menschen:
Trialcon. Es waren diese Menschen, welche mit den Alfheim Alben, Handel
trieben.
Bald griff auch hier der
Schrecken um sich. Die Erde tat sich auf und Feuer schossen aus ihrem Inneren.
Bald erhob sich ein Berg aus dem flachen Land und er rauchte und verdunkelte
den Himmel; genau so, wie es einst im Tal der Sphinx geschah, nur das dieser
Feuerberg niemanden den Weg versperrte. Nach fünf Jahren hatte er eine
beachtliche Höhe erreicht und die Menschen erzählten sich, ein Dämon würde
darinnen hausen, denn einige behaupteten, ihn schon gesehen zu haben. Einen
feuerroten Drachen, mit drei Schwänzen und drei Köpfen und sie nannten ihn
Tiamat.
Riesige, schwarze Drachen
kreisten, dann und wann über dem Krater und von Zeit zu Zeit stießen sie hinein
oder kamen wieder heraus und verteilten den Rauch mit ihren Hautbespannten
Schwingen über das Land. Die Menschen waren unglücklich und wie die Jahre
vergingen, stieg ihr Unglück, bei dem schrecklichen Anblick und dem
Schwefelgestank.
In seinem grasbewachsenen
Haus, nahe dem Drachenreich, beobachtete Ramuh schon lange, die giftige, braune
Wolke, die stetig am Himmel, im Nord-Osten stand.
Bald machte er sich auf
den Weg, um zu sehen, ob jemand Hilfe brauchte. Er wusste, dass dort, im Osten
Trialcon stand, doch, dass der Vulkan ihr so nahe war, hatte er nicht gewettet.
Er trat durchs Stadttor
Trialcons ein und begab sich zum König von Trialcon, einen guten Bekannten
seinerseits.
Die Menschen, die ihm auf
der Strasse begegneten, waren ein trauriger Anblick: Gebückt von der
Hoffnungslosigkeit und vor Gram schnell gealterte Gesichter sah er.
Ramuh trat vor den König.
„Zeza, König“, sprach
Ramuh, als er vor ihm in einer steinernen Halle stand, „Trialcons Volk leidet.
DEIN Volk leidet. Du solltest zu ihnen sprechen. Du solltest ihnen Befehl
geben, die Stadt zu verlassen. Dein treues Volk, wartet auf deinen Befehl.“
Zeza brummte und wälzte
träge den Kopf hin und her. Er regte sich kaum auf dem Stuhl, auf dem er saß,
vor dem ausgerollten Teppich.
„Was sagst du nun König?“
Und Zeza sprach:
„Der Berg ist bedrückend,
doch keine Bedrohung. Jahre nun, steht er hier und noch immer leben wir.“
Ramuh sah ihn aus
zusammengekniffenen Augen an.
„Sieh dich an. Sieh dein
Volk an. Tot seid ihr nicht, doch dem Tode nah, solltet ihr länger noch diese
Gifte einatmen!“
„Und die Werke? Unsere
Fabriken? Mühevolle Arbeit steckt darinnen, wer würde sie einfach so aufgeben?“
„Dein Volk, wenn du den
Befehl gibst“, sagte Ramuh nun ruhig, wo er zuvor noch zornig gesprochen hatte,
„du solltest auf meinen Rat hören Zeza, alter Freund. Was, wenn Tiamat
schließlich heraus kommt, aus ihrem Nest und die Stadt angreift, weil sie
Futter braucht, für ihre Jungen.“
Jetzt endlich regte sich
der König und erhob sich.
„Ist es also wahr, was die
Leute erzählen? Weshalb bist du so sicher, was in dem Berg vor sich geht?“
„Tja, sagen wir, ein
Vöglein hat es mir gezwitschert.“
Was stimmte, da Leasame
als Vogel ihm erschienen war.
Ramuh und Zeza traten zur
Tür hinaus und sahen zu dem Vulkan hinüber.
Schließlich nickte Zeza:
„Du hast recht, wir
sollten nicht warten, auf das, was noch geschehen könnte. Ich sehe, dass dies
wahrlich ein Drachenhort ist. Wenn nicht Tiamats, dann der schwarzen Drachen.“
Ramuh sah ihn ernst an und
sagte:
„Dein Volk sollte gehen,
du aber solltest mit mir kommen und retten, was noch zu retten ist. Ich werde
mit dir hinein gehen und Tiamat bekämpfen. Die Menschen zählen auf dich, du
bist ihr König.“
Zeza seufzte, erwiderte
aber nichts.
So befahl König Zeza,
seinem Volk, die Stadt zu verlassen. Höchste Zeit, wie Ramuh meinte, denn sie
waren wirklich krank und vergiftet. Ramuh führte sie über die Menschenstraße,
am Waldgrund entlang, über das Felsen-Tal, bis zu dem verlassenen Alfheim. Ramuh
sagte, sie sollen sich dort der Alben Häuser, vorerst leihen. Die
Waldgrundalben bat er, die Menschen dort, mit ihren Naturheilkünsten zu pflegen
und sie taten es, immer bereit, gutes zu tun.
Nun aber kamen Ramuh und
Zeza, zu Link und Celes und sie baten die zwei Alben, mit ihnen gegen Tiamat zu
ziehen. Sie folgten ihrer Bitte bedingungslos.
So näherten sich die vier,
Zeza, Ramuh, Celes und Link, dem Berg, der mitten im Grasland, sich aus dem
Boden erhoben hatte. Er war von braunem Rauch umgeben und der Schein aus dem
Krater, beleuchtete die Wolken über ihm, in einem schmutzigen, rötlichen Licht.
Die zwei Alben saßen bei dem Anblick, geduckt, wie von einer schweren Last, auf
ihren Pferden und auch die Pferde, schien der Mut zu verlassen.
„Oh, das ist schrecklich“,
jammerte Link, als er die Drachen sah und schreien hörte, „ich hoffe nur,
Pfeil, Bogen und Schwert sind dieses Mal von Nutzen; ansonsten reicht nicht
einmal unser Mut.“
„Was denkt ihr“, fragte
Celes, „ob wir dort auch hinein kommen?“
Als sie am Fuß des
Vulkanes waren, beantwortete sich seine Frage von selbst. Ein gewölbter,
gewaltiger Torbogen führte durch einen dunklen Schlund, ins innere des Berges.
Die Pferde ließen sie zurück; versteckt zwischen Felsen, um sie vor den
schwarzen Drachen zu schützen. Alben und Menschen allerdings, gingen nun durch
den Torbogen hindurch, in den dunklen Schacht.
Es wurde stockdunkel
darinnen, doch schon bald war ein roter Lichtschein, am Ende des Tunnels zu
sehen. Seltsamer Lärm kam aus der Richtung; es brodelte, fauchte und zischte.
Das Schreien und Kreischen der Drachen, war in dem Tunnel besonders laut zu
hören, als würden sie sich mitten unter ihnen befinden. Celes und Link
schlichen hinter den Menschen her und wagten es kaum zu atmen, aus Angst gehört
zu werden.
„Bei dem Getose würde
nicht einmal eine Fledermaus, einen Menschen hören, geschweige denn einen
Alb!“, rief Ramuh und die Alben zuckten bei seiner lauten Stimme zusammen.
Sie kamen zum Ende des
gewundenen Schachtes, doch hier endete der Weg, an einem feurigen Abgrund.
Lautes Getöse stieg aus dem Abgrund empor und es war unerträglich heiß.
Vorsichtig sahen alle hinunter in den Schlund. Lava quoll unter ihnen, in
schwindelnder Tiefe und sie zischte und brachte die Erde zum erzittern.
Ein Stück weiter, über dem
Lavapool, stach schwarz ein Vorsprung hervor, welcher weit in den Schacht
hinein ragte.
„Seht, Tiamat!“, rief
Ramuh und alle sahen sie das Untier auf dem Ansatz des Vorsprungs sitzen. Sie
hatte wahrhaftig drei Schwänze und ihre drei Köpfe waren gewaltig, so wie das
ganze rote Ungetüm gewaltig war. Sie kreischte ohrenbetäubend und sie schien
etwas zu bewachen. Von hoch oben, da wo der Schacht zum Himmel hinaus führte
und der Rauch sich erst richtig entfaltete, kam ein wildes Gebrüll zur Antwort.
Alle sahen sie empor.
Der Rauch wurde
aufgewirbelt und etwas Schwarzes zeigte sich darin. Einer der schwarzen Drachen
stieß durch die Rauchglocke und kam mit angewinkelten Flügeln, wie ein
Raubvogel herab. Er war schnell und sauste dicht an dem Sims vorbei auf dem die
Menschen und Alben standen. Er hinterließ einen kräftigen Wind, der ihm
nachjagte. Link wurde von dem Sog erfasst und konnte sich nicht mehr halten. Zu
nahe hatte er noch am Abgrund gestanden, als die anderen zurückgewichen waren
und es riss ihn mit sich in die Tiefe. Celes sprang schreiend zurück an den
Rand und sah, dass der schwarze Drache, Tiamat angriff. Die großen, schwarzen
Schwingen verdeckten den Lavapool und Celes konnte nicht genau sehen, was
geschah. Die Flügelschläge knallten und brausten. Tiamat gewann die
Auseinandersetzung, denn sie war dreimal so groß, wie der schwarze Drache. Der
Angreifer ließ von ihr ab und erhob sich wieder gen Himmel, bis er krächzend im
Gewölk verschwunden war.
Als sein Schatten fort
war, konnte Celes, Link sehen, er stand auf dem Vorsprung, direkt vor Tiamat
und er winkte Celes zu. Tiamat fauchte und Link wich bis ans Ende des
Vorsprungs zurück. Die Furcht stand ihm ins Gesicht geschrieben.
„Suchen wir einen
schnellen Weg nach unten!“, rief Ramuh, „noch können wir deinen Freund retten,
folgt mir!“
Ramuh wandte sich nach
Rechts und fand einen gewundenen Weg, am Abgrund entland, der nach unten
führte. Alle anderen folgten ihm. Sie rannten, so schnell es ging, doch es war
noch ein weiter Weg, immer im Kreis, auf einem sich windenden Sims, um den
Kraterschlund herum, nach unten.
Link beschoss im rennen,
Tiamat mit ein paar Pfeilen. Er schaffte es, ihr ein Auge zu zerschießen, doch
der Drache blieb gefährlich. Link verzweifelte und kauerte sich an die Spitze
des Absatzes, welchen Tiamat versperrte. Doch Tiamat rückte ihm nicht näher,
sie blieb, wo sie war und fauchte den Alb nur an. Link sah zu ihr auf und löste
seine zusammengekauerte Haltung etwas. Jetzt wo Tiamat sich nach ihm reckte sah
er etwas.
Das war es, was der
Schwarze Drache von ihr wollte, deshalb blieb sie beharrlich sitzen.
„Eier!“, rief Link laut,
„Tiamat hat ein Nest!“
Er erhob sich wieder und
seine Augen weiteten sich, als er rief: „Es sind fünf Eier und… und zwei rote
Drachenkinder sind schon geschlüpft!“
„Dass der Alb mir jetzt
nur nicht mitfühlend wird“, sagte Ramuh, als er noch immer den Sims hinab
stürmte, gefolgt von Celes und König Zeza.
Celes blieb einen Moment
stehen und sah zum Drachen hinunter, um einen Blick auf die Drachenkinder zu
erhaschen. Mit gemischten Gefühlen, lief er schließlich weiter. Ramuh und Zeza
blieben ein Stück entfernt, hinter Tiamat stehen.
Celes lief noch ein Stück
weiter und vor dem Drachen, zeigte er auf die Brut und rief:
„Seht König Zeza, sie
bewacht doch nur ihre Jungen!“
Einer von Tiamats Köpfen,
schnappte nach Celes, doch dieser sprang geschickt zur Seite und wich ihr aus.
Ramuh sah ihn ernst an,
dann richtig böse und er sagte:
„Nimm einen Pfeil und sei
hilfreich, Alb. Das Biest kommt direkt aus der Unterwelt, Svartalfheim, wenn
dir das etwas mehr sagt. In ihrer Brut kann nichts Gutes stecken!“
Erneut stieß ein schwarzer
Drache zu Tiamat herab. Tiamat fühlte sich nun bedrängt und umzingelt. Sie
verscheuchte den Drachen und erhob sich von ihrem Nest. Ihre zwei Jungen hatten
schon die Größe eines Stieres, wie man nun sehen konnte. Tiamat wandte sich von
Link ab und richtete ihre fünf Augen auf seine Freunde. Diese erstarrten vor Angst.
Es war König Zeza, welcher
als erster sein Schwert zog. Mit einem Schrei, stürmte er auf den Drachen zu.
Auch Celes zog sein Schwert, doch zögerte er. Ramuh hatte zwar ebenfalls ein
Schwert, doch versuchte er, Tiamat mit Magie zu bekämpfen. Er rief laute Worte
und Blitze aus seinen Handflächen, wurden auf der Drachenhaut zu Eis. Tiamats
Haut kochte und so schmolz das Eis rasch wieder.
Die zwei Drachenjungen
verließen ihr Nest und musterten Link neugierig, während ihre Mutter kämpfte.
Link wusste nicht recht, wie er sich verhalten sollte, es waren ja noch Kinder.
Er tat noch zwei unsichere Schritte zurück, bis seine Fersen den Abgrund
berührten. Er taumelte, doch fing er sich wieder. Die zwei Jungen fauchten ihn
wütend an.
„Aiii!“, rief Link und
warf die Hände über seinen Kopf zusammen. Zurückweichen konnte er nicht mehr,
es sei denn er sprang, doch unter ihm wütete wortwörtlich die Hölle.
König Zeza und Ramuh
hingegen, hatten Tiamat beinahe gebändigt. Sie hatte nur noch zwei, ihrer drei
Köpfe.
Celes rannte am Sims, im
Halbkreis, ein Stück zurück, um nach Link zu sehen und dichten an ihn heran zu
kommen. Er stürzte auf alle Viere und schrie zu Link hinunter:
„Ah, Link. Ich laufe und
hole dir ein Seil!“
„Nein, tu’ es nicht.
Kümmre dich nicht um mich. Hilf Ramuh und dem König. Ich halte durch, solange
es nötig ist!“
Celes nickte und hastete
mit erhobener Klinge zurück zu Tiamat.
Link nahm wieder Pfeil und
Bogen zur Hand, wagte es aber nicht zu schießen. Er würde lieber warten, ob die
Jungen nicht von selbst von ihm abließen. Doch sie kamen näher, mit
gefletschten Zähnen.
Tiamat schlug im
Todeskampf, eines ihrer Jungen, mit ihren drei Schwänzen, vom Vorsprung. Es
schrie im Sturz auf und von hoch oben am Schlot, kam wieder ein antwortender
Schrei. Link sah auf und sah riesige schwarze Schwingen, sich vor ihm
schließen. Der schwarze Drache packte das letzte Junge und schlug kräftig mit
den Flügeln. Link haute es beinah wieder um, sein Fuß trat ins Leere und er
fiel haltlos, denn diesmal gab es
keinen Vorsprung, auf dem er sicher gelandet wäre.
Der schwarze Drache
verschwand mit seiner Beute, in der Rauchglocke.
Zeza hieb Tiamat den
zweiten Kopf ab. Nun besaß sie nur noch ihren mittleren und der fauchte wild
und schnappte nach Zeza, um sich zu rächen. Celes stieß Tiamat, sein Schwert in
die Brust und sie verstummte. Das Maul seiberte und bebte. Nun entfernte Ramuh
auch den letzten Kopf und Tiamats Körper polterte schlaff auf den Felsboden.
Ihre zwei Schwingen, ließ sie zu beiden Seiten des Vorsprungs, herunter hängen.
Sofort stieg Celes über
ihren Rücken hinweg, um zu sehen, wie es Link ergangen war. Er war verschwunden
und mit ihm die Drachenjungen. Celes stolperte bestürzt den Drachenrücken
hinunter und betrat den schmalen Keil. Links Bogen lag da und begann über den
Boden zu klappern, als der Vulkan erbebte.
„Na schön, ihr Alben.
Kommt. Gleich bricht hier die Hölle los, wenn der Vulkan wieder versinkt!“,
rief Ramuh hinter dem Kadaver, „uns bleibt nicht mehr viel Zeit!“
Celes antwortete nicht, er
hob den Bogen auf und betrachtete ihn traurig.
„Hättest du mich nur ein
Seil holen lassen“, murmelte er, „ich hätte dich gehalten.“
Es war schrecklich heiß
über dem Lavapool. Link öffnete die zusammengekniffenen Augen, sie brannten ihm
von der Glut. Er blickte nach oben zu dem Vorsprung, an den er sich klammerte.
Über ihm stand Celes und weinte.
„Celes“, flüsterte Link
mit schwacher Stimme, „Celes, hilf mir.“
Celes sah ihn an und
erschrak beinah, doch dann freute er sich und reichte ihm sogleich seine Hand
zur Hilfe. Link packte sie und Celes zog ihn zu sich hinauf. Celes viel ihm um
den Hals und sie drückten sich freudig, während um sie alles zu krachen begann.
Felsen brachen und stürzten in die zischende Lava. Sie hörten Ramuhs Rufe durch
das Getöse und eilten zu ihm. „Schnell!“, rief Ramuh, „hinauf mit euch!“
Die Alben rannten voraus,
den Sims hinauf und der Zauberer bildete das Schlusslicht, hinter Zeza. Hinter
ihnen brach der Vorsprung mit dem Drachen und dem Nest darauf, ab und versank
gurgelnd im Pool. Celes sah noch einmal zurück und er war doch froh, dass sie
die Jungen nicht retten konnten. Selbst ein Alb hätte sie nicht besänftigen
können.
Hinter ihnen zerbröckelte
der Pfad, auf dem sie liefen und der Zerfall näherte sich rasend ihren
Schritten.
„Lauft schneller!“,
brüllte Ramuh, obwohl er selbst kaum hinterher kam.
Die Alben bogen in den
Tunnel ein, Zeza kam ächzend hinterher. Und Ramuh? Er verspätete sich etwas,
doch er schaffte es, bevor der Sims ganz verschwand.
„Weiter!“, rief er voller
Ansporn, da alle auf ihn gewartet hatten. Sie rannten in der selben Reihenfolge
durch den dunklen Schacht.
„Ob das Trialcons Rettung
ist, bezweifle ich!“, rief Zeza, „und wenn der ganze Berg einstürzt, dann
bleibt doch noch immer ein klaffender, rauchender Krater!“
„Warten wir es ab!“,
antwortete der Zauberer.
Wieder am Tageslicht,
rannten alle zu den Pferden und sprengten im Galopp hinaus, bis vor Trialcons
Mauern. Von dort sahen sie zum Feuerberg zurück. Die Pferde wieherten und
scheuten, als die Erde bebte. Celes stieg ab und streichelte Silberregen
beruhigend, denn der kleine Hengst zitterte vor Angst und schwitzte.
Ramuh rief:
„Sieh dir das an Kajade.
Hier hast du verloren. Deine Dämonen sterben und ihr Reich versinkt im
Erdboden.“
Er sah zum schmutzigen
Himmel empor und fragte sich, ob der Kaiser es wohl sah. Sein Reich war im
Himmel, er vermochte alles zu sehen, wenn er nur wollte. Wenn er es sah, tobte
er jetzt gewiss vor Wut.